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Economía Solidária

22.04.2018

Ausgehend von Lateinamerika, verbreitet sich der Begriff der economía solidária seit den 1980er Jahren international.

 

In Brasilien entstand im Zuge der Wirtschaftskrise Anfang der 1980er Jahre eine neue solidarökonomische Bewegung. Viele große Industrieunternehmen konnten der Konkurrenz auf dem Weltmarkt nicht standhalten und gingen in die Insolvenz. Durch den Einsatz der solidarökonomischen Bewegung gelang es, eine beachtliche Zahl in Arbeiterselbstverwaltung weiterzuführen. Bekannte Beispiele sind die stillgelegte Kohlemine Cooperminas und die Zuckerrohrfabrik Usina Catende im brasilianischen Nordosten mit jeweils mehreren Tausend Beschäftigten.

 

Aber auch für viele abgehängte Regionen in Europa bildet die Solidarische Ökonomie die einzige Überlebens- und Entwicklungsmöglichkeit. Bekanntestes Beispiel ist die baskische Kooperative Mondragon, inzwischen das siebtgrößte Unternehmen Spaniens und weltweit erfolgreichstes genossenschaftliche Unternehmen.

 

Das Konzept der Solidarischen Ökonomie grenzt sich klar von dem konkurrenzorientierten Wachstumsmodell ab. Erfolgreich realisiert wurde es in unterschiedlichen historischen Zusammenhängen, erstmals 1844 in der konsumgenossenschaftlichen Bewegung der Pioniere von Rochdale, einer Vereinigung von 28 Webern in Nordengland. Später in der Arbeiterselbstverwaltung in Jugoslawien, der europäischen Alternativbewegung oder als Teil von Regierungspolitik, etwa in Frankreich und Brasilien. Besondere Bedeutung kommt dem regionalen Bezug zu. Solidarisches Wirtschaften ist kein Patentrezept, sondern in seiner Ausprägung immer verbunden mit historisch gewachsenen Bezügen und Mentalitäten.

 

Wenn Sie erfahren möchten, wie zukunftsfähiges Wirtschaften durch Solidarische Ökonomie möglich ist, wie man ein solidarwirtschaftliches Projekt initiiert oder sich an bestehenden beteiligt, kontaktieren Sie uns. Gerne stellen wir Ihnen zahlreiche Beispiele im Rahmen Ihrer Veranstaltung vor.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Economía Solidária